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An einer Podiumsdiskussion am WEF wurden die Folgen der gestiegenen Lebenserwartung im Hinblick auf das Berufsleben diskutiert. Im Fokus stand dabei eine Studie zum «100 Jahre langen Leben» mit einleuchtenden Thesen. Dass die Renten- und Pensionssysteme heute in den meisten Ländern «unter Wasser» ständen oder, dass das «Drei-Phasen-Leben», bestehend aus Ausbildung, Arbeitsleben und Rente, nicht mehr in Stein gemeisselt sei, sind zwei zentrale Aussagen der Studie.
In einer Studie des Bundesamts für Umwelt wird Pensionskassen empfohlen, den Umstieg auf klimafreundliche Anlagen zu prüfen. Zukünftig anfallende CO2-Abgaben könnten einen negativen Einfluss auf die Pensionskassenrenten haben. Titel von Erdöl- und Erdgasfirmen müssten also verkauft werden, um anschliessend neue Investitionen in nachhaltige Anlagen zu tätigen. Solche Entscheidungen sind für die Pensionskassen nicht einfach.
Ein wichtiger Hinweis darauf, was die gegenwärtige Tiefzinspolitik der Zentralbanken für Auswirkungen hat. Zwischen 1985 und 2002 konnte man sein Vorsorgekapital dank dem Zinseszinseffekt innerhalb von 18 Jahren verdoppeln. Mittlerweile braucht man dafür 65 Jahre! www.vorsorgeforum.ch; 9. Januar 2016; by pwirth; in: Kapitalanlagen, Versicherte Albert Steck von der Migros Bank untersucht in einem Gastkommentar in der Handels-Zeitung die Konsequenzen der Tief- (oder Null- oder Negativ-) Zinspolitik der Zentralbanken. Was passiert, wenn es keinen Zins mehr gibt?
In einer kürzlich publizierten Studie hat die Hochschule Luzern den wahrgenommenen Stellenwert der beruflichen Vorsorge in Schweizer Unternehmen untersucht. Analysiert wurden unter anderem das Vertrauen in die Vorsorgeeinrichtung, die Einstufung der Transparenz der Institutionen, Zufriedenheit mit der gewählten Vorsorgelösung und die Frage nach der Wichtigkeit der freien Wahl bezüglich Vorsorgelösung und -anbieter.
Der Avenir-Suisse-Vorsorgespezialist Jérôme Cosandey erklärt klar nachvollziehbar, weshalb sich Eingrenzungen des Kapitalbezugs in der zweiten Säule nicht eignen, um die steigenden Ausgaben für Ergänzungsleistungen zu bremsen. Lediglich ein Drittel der Kostenzunahme kann theoretisch mit Kapital-Vorbezug zusammenhängen, bisher wurde jedoch noch keine Korrelation zwischen Kapital-Vorbezug und gestiegenem Anspruch auf Ergänzungsleistungen bewiesen.
Pensionskassen investieren vermehrt in Hypothekargeschäfte und sehen darin eine Möglichkeit, bei verhältnismässig geringen Risiken und Verwaltungskosten weiterhin positive Renditen zu erwirtschaften. Dieses wiedererwachte Interesse an der Hypothekengewährung, so Hanspeter Konrad, Direktor des Pensionskassenverbands ASIP, belege, dass die Pensionskassen im Umfeld niedriger Kapitalmarktrenditen alle Ausweichmöglichkeiten prüften. Finanz und Wirtschaft; 12.12.2015; Seite 16; Unternehmen; Thomas Hengartner Pensionskassen haben bereits für 15 Mrd. Fr. Hypothekarkredite gewährt.
Diese beiden Artikel zeigen auf, wieviel Rendite die Versicherer und Pensionskassen erreichen müssen, um den vom Bundesrat festgelegten Mindestzins vollständig finanzieren zu können. Ausserdem wird das Anlageresultat der Pensionskassen im Jahr 2015 besprochen und auf deren finanzielle Perspektiven fürs kommende Jahr hingewiesen. Finanz und Wirtschaft; 04.11.2015 Seite 18 Unternehmen Pensionskassen und Lebensversicherer müssen nächstes Jahr die Pensionsgelder noch zu mindestens 1,25% verzinsen.
Das tiefe Zinsniveau und sinkende Erträge des Alterskapitals in der zweiten Säule zwingen Pensionskassen, nach alternativen, ertragreicheren Anlagemöglichkeiten Ausschau zu halten. So eine Alternative könnte der von der Zürcher Finanzgesellschaft Aravis geplante Schweizer Risikokapitalfonds für Pensionskassen sein. Dessen Ziel besteht darin, mittelfristig etwa 300 - 500 Mio. Fr. in innovative Jungunternehmen zu stecken und eine durchschnittliche Rendite von 8% pro Jahr zu erwirtschaften.
Dieser Ratgeberartikel zeigt einfach und übersichtlich auf, wo die vom Bundesrat geplanten Einschränkungen zum Kapitalbezug des PK-Guthabens greifen sollen - und wo nicht. Ausserdem erklärt er den Unterschied zwischen obligatorischem und überobligatorischem Guthaben und beschreibt, welche Faktoren beim Entscheiden zwischen Kapitalbezug und Rentenauszahlungen berücksichtigt werden sollen. Basler Zeitung; 03.12.2015; Seite bazab30; Wirtschaft; Finanzratgeber; Von Michael Fuss Geplante Einschränkung beim Kapitalbezug des PK-Guthabens.
Das Forschungsinstitut gfs.bern hat zum zweiten Mal eine Umfrage zur Akzeptanz der Reform «Altersvorsorge 2020» durchgeführt. Es stimmt optimistisch, dass rund 57 Prozent der Bevölkerung die Vorlage befürworten - also den dringenden Reformbedarf unseres Rentensystems erkennen. Der ständerätliche Beschluss einer AHV-Erhöhung um 70 Franken wurde von 70 Prozent der Befragten als positiv bewertet. Das zeigt, wie wichtig solche Kompromisse sind, um die Akzeptanz der Reform auf Ebene des Stimmbürgers zu erhöhen.

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